17.11.24 Wakai

17.11.24 Wakai

Heute morgen habe ich Kadadiri verlassen. Ich habe noch einmal Abschied von Lala genommen, eigentlich Claude aus Burgund. Zu Hause ist er Weinbauer und hat jedes Jahr Zeit für Reisen, wenn der Wein keine Pflege braucht. Lala war zigmal in Nepal und hast dort gute Freunde. Er schwärmte auch von Kolumbien und Borneos Norden und ist schon viel herumgekommen. Seine Freundlichkeit und Herzlichkeit gegenüber allen ist beachtlich. Ein prima Typ – vielleicht in meinem Alter.

Gestern hatte ich schon Abschied von Justus und Jim genommen. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Schnorcheln, Wandern und Lesen. Zusammen mit Lala brach ich auf zu den beiden Stränden im Süden - Harmony Bay. Einer der Hunde führte bzw. begleitete uns. An beiden Stränden schnorchelten wir, ohne Umwerfendes zu sehen. Schöne große Seesterne, die üblichen Korallenfische zwischen intakten Korallen. Bei Harmony Bay gab es ein Bier, bevor es zurück ging. Pünktlich zum Mittagessen waren wir wieder im Kadidiri Paradies. Überwiegend wurde dort französisch gesprochen, zwei Schweizer, der französische Inhaber und seine indonesische Frau mit dem süßen sechsjährigen Mädel, das dort dreisprachig aufwächst. Ein deutscher Gastwirt von Sylt gesellte sich zur Runde – etwas weniger vielleicht, weil es schien, als ob er wenig Englisch spricht. Irgendwie passte er so nicht ganz zu den sonst reisegewohnten Typen. Es waren noch zwei ältere Paare da und eine Französin in meinem Alter, die ich erst für eine Israelin hielt wegen ihres dunklen lockigen Haars. Der Nachmittag und Abend also essen, schlafen in der Hängematte, schnorcheln und lesen. Mit Lala wollte ich noch zu den Mangroven – die waren unmöglich zu erreichen. Ich lieh mir deswegen für um die neun Euro ein Paddelboot aus. So konnte ich die Mangroven erkunden und einige kleine Inselchen umrunden. Außerdem eröffnete es mir eine neue Perspektive auf die vielen Inselchen im Norden, die ich sonst nicht hätte sehen können. Überall war klares, fast unbewegtes Wasser, überall Korallen oder Seegras  - man hätte überall dort beinahe noch stehen können – das Wasser war höchstens drei Meter tief. Alles Schnorchelgründe.

Kadadiri Paradise ist fast so hübsch wie eine Anlage auf Bali – etwas marode – aber schön gestaltet. Schöner als das Pristine Paradise auf Una-Una. Ich hätte noch etwas aushalten können.

Heute morgens war es  trübe, regnete und ich wurde mit einem Boot abgeholt, das sich wie eine Sänfte anfühlte. Eine dicke Matratze war dort mein Liegeplatz, sicher vor dem Nieselregen geschützt. Der Bootsführer verstaute meinen Rucksack und strahlte vor Glücklichkeit. In Wakai wurde ich abgeholt und zum großen öffentlichen Boot nach Ampana gebracht. Ein richtiges Schiff mit Rettungsinseln, Strom und etwa hundert Sitzplätzen, Toilette. Die Fahrt soll etwa drei bis vier Stunden dauern. Der Regen hat nachgelassen. Keine Ahnung, ob die Wolken mit dem Supertaifun auf den Philippinen zu tun haben.

Die Fahrt kostet 7€ - ein Witz für dieses große Schiff und die lange Fahrt. Aber das alles ist ohnehin in dem Package enthalten, dass ich mit Arianto vereinbart hatte. Gestern habe ich erstmals Wise benutzt, um Arianto Geld für die dritte Rate zu transferieren – das war völlig neu für mich. Eine Alternative zur Kreditkarte, die günstiger für den Empfänger ist.

 

 

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

06.11.24 Rantepao

20.11.24 Luwuk