20.11.24 Luwuk
Der letzte
wirkliche Urlaubstag: mein Schiff verließ Leme-Leme gegen 9:45 Uhr. Am Morgen
nach dem Frühstück (richtige, aber kleinere Pfannkuchen ohne Füllung mit
braunem Zucker karamelisiert. Dazu wieder die mit Fischfüllung: Fisch, Reis und
scharfe Gewürze – überraschend doch lecker.
Danach lief
ich noch einmal zur mystischen Lagune, zur anderen Seite des Dorfes, wo es eine
schöne palmenumstandene Bucht gab mit türkisfarbenem Wasser. Und vom blauen
Poisu-Pok musste ich mich auch noch verabschieden.
Mein Fahrer
holte mich kurz nach Acht ab und brachte mich die Stunde zum Hafen. Nur das
letzte Drittel hatte eine gute Straße, der Rest war Schlaglochpiste und
stellenweise Schotter. Auf dem Schiff konnte ich einen großen Fischschwsrm
kleiner Fische beobachten. Unter ihnen schwamm ein Schwarm großer Fische mit
blauem Rücken und griff von Zeit zu Zeit an. Unter der Oberfläche einige der
fliegenden Fische. Zweihundert Meter schwamm eine Schule Delfine vorbei – die
waren lange und springend zu sehen. Mit mir auf dem Schiff ein Hamburger und
sein polnischer Freund, der in Zürich lebt. Beide waren nur eine Nacht auf der
Insel und auch nur zwei insgesamt auf Sulawesi. Auf Bunaken sahen sie bei ihrem
ersten Tauchgang hunderte großer Schildkröten. Wir hatten nicht allzuviele
Worte gerechnet. Ich legte mich auf meine Pritsche, aß meine Puffmaiscracker
und las in meinem Buch, bevor ich einschlief. Kurz vor dreizehn Uhr kamen wir
an und der Fahrer von letztens holte mich ab u d brachte mich wieder zum
De’Hills Hotel. Vorher holten wir noch meine gewaschene und gebügelte Wäsche
ab. Ich wusch mein verklebtes T-Shirt und etwas Kleinkram, rasierte und duschte
michund brach auf Richtung City. Am Strand bei den Fressbuden bin ich versackt:
zwei frische Mangojuice ohne Eis, dazu frittierte Bananen. Im Hintergrund
indonesisches Schlagergeschrammel.
Auf der
Straße tobt der Wahlkampf: Lautsprecherwagen, Mopedfahrer, die riesige Fahnen
transportieren. Morgen gab es keine Flüge mehr, deshalb mussten die beiden
heute nach Makassar. Wir haben dann wohl den gleichen Flug übee Jakarta bis
Dubai.
Meine
Bananenportion ist immens – dafür aber auch lecker. So lange wollte ich hier
eigentlich nicht bleiben.
Ich fand
eine Parallelstraße direkt am Meer entlang, die in einen Markt hineinführte:
Obst und Gemüse, später Fisch und vor der Fleischabteilung machte ich kehrt,
als ich hunderte abgebrühte Hühner sah – vor allem wegen des Geruchs. Der Markt
ging weiter durch einen Textilbereich, dann kam ein vermülltes Flüsschen, dem
ich eigentlich nicht folgen wollte – aber das war der Weg. Die Hauptstraße war
mir zu stressig – ich suchte wieder die Straße am Ufer entlang und verließ
diese kurz vor der Halbinsel des Hafens. Da war ich so k.o. dass ich die erste
Cola des Urlaubs trank. Ich lief noch ein Stück durch Nebenstraßen oberhalb der
Hauptstraße, fand nichts schönes und kurz vor dem Aufgeben fand ich einen
Cafégarten mit vielen Leuten, westlicher Musik und vietnamesischem Kaffee. Da
sitze ich immer noch.
Ein Zwischenstop
in einem Eisladen: vielleicht 300g mit Mangozeugs drüber – lecker.
Es wurde dann
dunkel auf den letzten fünf Kilometern. Ich hob noch 2,5Mio ab und ging noch mal
am Strand in den Warung mit dem Mangosaft.
Da es kein Bier
gab in den Warungs und die Gemütlichkeit auf der Strecke blieb, entschied ich mich
für mein fensterloses Hotelzimmer und las weiter “Das Märchen vom letzten Gedanken”.
Jetzt ist es
22 Uhr und Schlafenszeit.
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