04.10.24 Rantepao

Immer noch: unglaublich spannend, schön und supernette Leute. Heute morgen wieder ein kurzer Schwatz mit den anderen Gästen im Hotel. Lynda kümmert sich darum (hoffentlich), dass meine nasse Wäsche trocknet. Andri war kurz nach neun Uhr bei mir. Wir fuhren nach Lemu, das wir gestern im Regen nicht mehr sehen wollten. Danach nach Londa und dann zum Markt und Büffelmarkt. Danach dann zum Mittagessen in einen typischen Warung. Es gab Reis mit gebackenem Aal in schwarzer Soße, dazu Palmwein und Wasser. Wie die Zutaten der schwarzen Soße bereitet wurden, hatten wir gestern gesehen: aus einer großen Runden Frucht wurde sowas wie eine Nuss entnommen und dann mit einem Holzschlegel lange und intensiv geklopft. Der daraus gewonnene Samen war die Basis für die Soße. Ohne Andri hätte ich den Warung nicht gefunden – und den Aal sicher auch nicht probiert. Danach waren wir noch in einer Kaffeerösterei und probierten leckeren Hochlandkaffee – einen der besten der Region. Ich probierte dann noch fermentierten Kaffee – auch das schmeckte interessant. Vorher waren wir auf dem Markt – ich hab mir eine Machete für die Gartenarbeit gekauft. Irgendein Mitbringsel muss ja sein. Ausserdem Passionfruits zum Naschen. Der Büffelmarkt war erstaunlich sauber und friedlich – glückliche Tiere. So ein Büffel kann bis zu 40.000€ kosten – ein Statussymbol und Träger der Seele bei den Bestattungen. Da werden dann etliche davon geschlachtet bzw. geopfert, je nach Wohlstand. Andri ist ein hervorragender Guide: nett, intelligent, nicht aufdringlich, geduldig. Nach dem Büffelmarkt waren wir noch kurz auf dem für Schweine. Auch dieser war sehr sauber und ordentlich. Und dann ging es noch zu einem Begräbnisplatz mit Megalithen: Kalimbuang Bori. Auch wieder ganz anders. Die ältesten Megalithen sollen im 15. Jahrhundert aufgestellt worden sein.

Lemo war schön gelegen und eine der bekanntesten Anlagen hier – Londra lag noch schöner und beeindruckender in der Landschaft. Dort ging ich in eine kleine Höhle, wo auch noch Gräber, Särge und Schädel waren. Nach so viel Mopedfahren sitzt es sich nicht mehr schön. Dennoch hab ich mich von Andri verabschiedet und in einen Pub gesetzt. Hier warte ich, dass der Regen aufhört, der wieder gegen 15 Uhr heftig begann. Es gab Mangojuice und ein Bintang. Und ich bin wieder etwas trockener.













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