10.11.24 Zurück in Tentena
Die letzten beiden Tage haben wir zu viert verbracht. Es
ging gestern sechs Uhr los mit unserem netten Fahrer, den wir schon vom Vortag
kannten. Auf dem Weg zum Bada-Tal war die Straße stellenweise in erbärmlichen
Zustand – unser Fahrer schaffte es aber da durch. Unterwegs hielten wir
zweimal: einmal zeigte er uns die fleischfressenden Kannenpflanzen und etwas
später riesige Spinnennetze in großen Verbünden – ein einziges ekeliges Gewirke
mit hunderten Spinnen drin. Hätte zu Halloween gepasst. Im Tal kamen wir gegen
neun Uhr an, checkten kurz ein und starteten wenig später durch überwiegend
Kakaoplantagen und Reisfelder eine Tagestour.
Unsere Tour sollte uns zu den Megalithen führen und den großen Granit-Behältnissen, die wohl Särge waren. Man vermutet ein Alter um 2000 Jahre - wie alt genau kann keiner sagen. Unser Guide – so alt wie ich – meinte, in seiner Kindheit lagen die Dinger noch im Dschungel. Überhaupt war gerade das spannend: bis 2000 etwa gab es im Bada-Tal weder Strom noch fließend Wasser oder eine Strassenanbindung. Post dauerte einen Monat. Zum Markt in Tentena ging es mit dem Pferd in zweieinhalb Tagen. Was für eine Veränderung in deren Leben! Da ist die Wende in Deutschland nichts dagegen. Unser Guide wirkte äußerst ausgeglichen und zufrieden mit seinen Lebensumständen.
Heute die Dschungeltour war ebenso anstrengend wie der 30km Trek gestern. Vierhundert Meter bergan - stetig. Keine Tiere. Nichts - nur Zikaden. Kaum Ameisen, und größeres gleich gar nicht. Einen Tucan/Hornbill hörten wir vorbeifliegen und sahen kaum seine Silhouette.
Dafür waren wir auf dem Rückweg am Abend erfolgreich: Wir entdeckten einen Koboldmaki dort in der Nähe beim Wasserfall - außerdem war es angenehm nochmal zu diesem Guide zu gehen - der war extrem freundlich, hilfsbereit und hat uns ermöglicht, nochmal heute zu kommen, um erfolgreicher zu sein als vorgestern im Nieselregen.
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