13.11.23 Una-Una
Langsam
kann ich auch das Nichtstun genießen: quatschen, in der Hängematte abfaulen,
den Regenwolken zuschauen, schnorcheln, essen, spielen. Es hat sich eine
angenehme Gruppe hier zusammengefunden. Vielleicht hätte ich auch heute mit auf
den Vulkan steigen sollen, zusammen mit Justus, Jan und den beiden Su(z)annes –
nette und interessante Typen. Aber das ist eher mein Plan für morgen oder
übermorgen. Heute wird wieder getaucht. Außerdem hab ich noch ein Buch mit und
es gibt auch einen Büchertausch hier. Das wird der Tag nach dem Tauchgang. Bin
gespannt. Jan sah gestern eine Schildkröte hier am Hausriff. Wir fahren an ein
Riff hier etwa 800m entfernt ins Meer hinaus. Den Ankerplatz kann man von hier
sehen. Also wahrscheinlich wieder rücklings aus dem Boot ins Meer fallen. Hab
ich bis dato noch nicht so oft gemacht. Meine 23 Tauchgänge liegen etwa dreißig
Jahre zurück. Danach gab es nur noch einen vor etwa 20 Jahren.
Das
Frühstück war lecker heute: Obst (Wassermelone und Banane) und ein dicker
Eierkuchen mit Schokolade dazu. Kaffee gibt es hier jederzeit, auch Wasser zum
Nachfüllen.
Der Tauchgang
war deutlich besser, ich viel entspannter. Faszinierend war “Pinnacle One” als kleine
Erhebung unweit des Strandes durch seine Formenvielfalt und unendlich viele Fische.
Einer der Holländer war mein Buddy und es ging mit starker Strömung los – fand ich
nicht so prickelnd. Wir folgtem dem Seil der Ankerboje nach unten. Druckausgleich
ging gut und es ging dann bis auf 16,5 Meter runter. Die Sicht super. Ganz entspannt
sein konnte ich nicht. Um Pinnacle herum änderte sich die Strömungsrichtung, es
wurde dann leichter. Ich war immer etwas verunsichert, wenn mein Buddy außer Sichtweite
geriet: über, unter, ober, rechts oder links von mir – nie weit. Dennoch: mir war
die Sicherheit wichtig. Mit 50bar ging es nach oben, Sicherheitsstop für drei Minuten
– dann war meine Flasche mit 10 bar auch fast leer. Ich finde es nicht so prickelnd,
keinen eigenen Tiefenmesser zu haben.
Sonst verbrachte
ich den Rest des Tages mit Lesen und Schnorcheln, nach dem Abendessen spielen wir
hier ein kleines lustiges Würfelspiel, bei dem man Regenwürmern sammeln musste.
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