14.11.24 Una-Una

Langsam kann ich auch das Nichtstun genießen: quatschen, in der Hängematte abfaulen, den Regenwolken zuschauen, schnorcheln, essen, spielen. Es hat sich eine angenehme Gruppe hier zusammengefunden. Vielleicht hätte ich auch heute mit auf den Vulkan steigen sollen, zusammen mit Justus, Jan und den beiden Su(z)annes – nette und interessante Typen. Aber das ist eher mein Plan für morgen oder übermorgen. Heute wird wieder getaucht. Außerdem hab ich noch ein Buch mit und es gibt auch einen Büchertausch hier. Das wird der Tag nach dem Tauchgang. Bin gespannt. Jan sah gestern eine Schildkröte hier am Hausriff. Wir fahren an ein Riff hier etwa 800m entfernt ins Meer hinaus. Den Ankerplatz kann man von hier sehen. Also wahrscheinlich wieder rücklings aus dem Boot ins Meer fallen. Hab ich bis dato noch nicht so oft gemacht. Meine 23 Tauchgänge liegen etwa dreißig Jahre zurück. Danach gab es nur noch einen vor etwa 20 Jahren.

Das Frühstück war lecker heute: Obst (Wassermelone und Banane) und ein dicker Eierkuchen mit Schokolade dazu. Kaffee gibt es hier jederzeit, auch Wasser zum Nachfüllen.

Der Tauchgang war deutlich besser, ich viel entspannter. Faszinierend war “Pinnacle One” als kleine Erhebung unweit des Strandes durch seine Formenvielfalt und unendlich viele Fische. Einer der Holländer war mein Buddy und es ging mit starker Strömung los – fand ich nicht so prickelnd. Wir folgtem dem Seil der Ankerboje nach unten. Druckausgleich ging gut und es ging dann bis auf 16,5 Meter runter. Die Sicht super. Ganz entspannt sein konnte ich nicht. Um Pinnacle herum änderte sich die Strömungsrichtung, es wurde dann leichter. Ich war immer etwas verunsichert, wenn mein Buddy außer Sichtweite geriet: über, unter, ober, rechts oder links von mir – nie weit. Dennoch: mir war die Sicherheit wichtig. Mit 50bar ging es nach oben, Sicherheitsstop für drei Minuten – dann war meine Flasche mit 10 bar auch fast leer. Ich finde es nicht so prickelnd, keinen eigenen Tiefenmesser zu haben.

Sonst verbrachte ich den Rest des Tages mit Lesen und Schnorcheln, nach dem Abendessen spielen wir hier ein kleines lustiges Würfelspiel, bei dem man Regenwürmern sammeln musste.

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