2.11.24 Ramang-Ramang
2.11.24
Was für ein Tag! Ich hatte richtig tief und fest, also gut geschlafen und hoffe, so auch das Jetlag überwunden zu haben.
Acht Uhr nach dem Frühstück wurde ich von Hendra mit einem blauen Tuktuk abgeholt. Der erste Halt war auf dem Fischmarkedränge schon davor – unzählige Mopeds dicht an dicht abgestellt. Ich schob mich durch die Menschenmenge und musste aufpassen, nicht in den Schlamm des aufgeweichten Bodens zu treten. Wie viele frische Fische waren da zu sehen! Klar – im Meer sehen die noch schöner aus. Aber auch hier war die Vielfalt riesig. Ein paar schöne Bilder hab ich machen können – durfte auch immer fotografieren. Manche baten mich sogar darum. Wieder bin ich von der Freundlichkeit und Fröhlichkeit der Indonesier begeistert. Schöner hätte der Tag kaum beginnen können – trotz Schmutz und Schlamm am Boden.
Es ging weiter mit dem netten Hendra nach Liang-Liang. Es war nicht überfüllt, dennoch waren einige Schüler in der Anlage. Ich besuchte eine Archäologische Stätte, wo es irgendwo uralte Malereien oder so etwas geben sollte. Auf die Höhlen hatte ich allerdings auch keine Lust. Die Karstlandschaft mit bizarren Felsformationen war einfach wunderschön inmitten tropischen Grüns.
Schon die Fahrt dorthin war spannend – ebenso die Weiterfahrt nach Ramang-Ramang. Mein Rucksack wurde im Haus des Bootsführers deponiert – dann hatte ich etwa drei Stunden Zeit zum Bummeln, bevor ich mit dem Boot in den sonst eigentlich unzugänglichen Ort fahren sollte. Ich denke, man wollte, dass die Mehrzahl der Touristen durch ist, bevor ich dahingefahren werde. Ich zog dafür etwas durch die fantastischste Landschaft: bunte Schmetterlinge überall, ein paar Affen und tolle Vögel. Ich lief zur Höhle der Fireflies. Ich kam an ein paar Gräbern mitten im Dschungel vorbei und sah einige rote Libellen. Es war eine gute Entscheidung, das Fernglas mitzunehmen: so konnte ich mir die Affen im riesigen, wilden Mangobaum besser ansehen.
Ich brauchte eine Pause zum Trinken und Essen. Es gab Schnitzel
mit Reis und Curry für 1,50€ - superlecker. Dazu einen Kaffee mit Milch und eine
Flasche Wasser, ähnlich teuer. Softdrinks und Alkohol sieht man hier kaum –
eigentlich nicht schlecht.
Meine zweite Runde sollte zum Engelssee führen – aber zwischen den Reisfeldern war dann im Schlamm kein Durchkommen mehr. Oder besser: ich scheute mich, durch den Schlamm zu stapfen. Außerdem war die Hitze und Luftfeuchte drückend. Ich war gegen 13:45 Uhr zurück und konnte dann schon mit dem Boot fahren. Die Bootsfahrt war toll und der Regen mit Gewitter hatte sich schon angedroht. Jetzt sitze ich am Ende des Dorfes in einem Café. Es gab Kokosnuss zum Trinken und Auslöffeln. Das Café ist nicht sonderlich hübsch – aber nun schützt mich das Wellblechdach vor dem tropischen Regenguss. Über uns liegt eine Höhle, die man auch hätte erkunden können. Allerdings sah der Zugang waghalsig aus – und ich hab die Stirnlampe zu Hause gelassen und die Taschenlampe im Rucksack.
Mein Rückweg wird über Holzplanken führen – daher bin ich optimistisch, trocken zurück zum Boot zu kommen. Sofern der Regen wieder aufhört.
Am Abend geht es mit dem Nachtbus nach Rantepao. Bin gespannt, wie ich weitergereicht werde. Morgen früh komme ich dort an. Der Bus soll Liegen haben…
Wenn die anderen Tage ähnlich gut werden wie der heute, dann wird das ein Traumurlaub. Trotz nachmittäglichem Regen. Der war ohnehin angedroht.
Beim Rückweg konnte ich noch einen etwa anderthalb Meter großen Leguan sehen - für das Foto war er leider zu schnell weg.
Jetzt sitze ich bei Ismail, meinem Bootsführer vorm Haus, wurde lecker bewirtet, höre Trommeln im Dorf, tropische Geräusche, nachdem vorhin das Allahu Akhbar erklang.
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